Ein Handtuch saugt, weil unzählige Baumwollschlingen aus der Grundfläche stehen und Wasser durch Kapillarwirkung aufnehmen. Alles, was diese Schlingen umhüllt, verklebt oder plattdrückt, senkt die Saugkraft. Die häufigsten Ursachen für stumpfe, wenig saugende Handtücher liegen deshalb in der Wäsche, nicht im Einkauf.
Weichspüler weglassen: der Film auf der Schlinge
Weichspüler legt eine dünne, fettartige Schicht um die Faser. Sie fühlt sich weich an und stößt Wasser ab, was bei Frottierware das Gegenteil des Gewünschten bewirkt. Nach wenigen Anwendungen bleibt Wasser auf der Oberfläche stehen, statt aufgenommen zu werden. Weiche Handtücher entstehen stattdessen durch ausreichend Wasser in der Trommel, kräftiges Schleudern und Bewegung beim Trocknen. Ein Schuss Haushaltsessig im Weichspülerfach löst Kalkreste und hinterlässt keinen Film.
Waschgang einstellen: Temperatur, Beladung und Dosierung
Frottierware braucht Platz. Eine zu voll gepackte Trommel wäscht schlecht und spült noch schlechter.
- Trommel höchstens zu zwei Dritteln füllen.
- 60 Grad bei Handtüchern für Hygiene und Kalkabbau.
- Waschmittel nach Wasserhärte dosieren, nicht nach Gefühl.
- Kräftig schleudern, mindestens 1000 Umdrehungen.
Handtücher, die nach dem Waschen riechen, sind fast immer zu eng gepackt gewesen und wurden nicht ausreichend gespült.
Flusen und Erstwäsche: die ersten drei Durchgänge
Neue Frottierware verliert Fasern, die beim Weben und Zuschneiden entstanden sind. Diese Flusen lassen sich mit den ersten Wäschen entfernen: getrennt von anderer Wäsche waschen, ohne Waschmittel oder mit halber Dosierung, und anschließend gut ausschütteln. Nach drei Durchgängen ist der Verlust weitgehend abgeschlossen. Beim Trocknen entscheidet Bewegung über den Griff: Auf der Leine getrocknete Handtücher werden steifer, weil die Schlingen in getrockneter Position aushärten. Ein kurzes Aufschütteln vor dem Aufhängen oder zehn Minuten im Trockner am Ende richtet die Schlingen wieder auf, ohne die Faser stark zu belasten.