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Pflege & Kosmetik

Sonnenschutz richtig auftragen: Menge, Lichtschutzfaktor und Nachlegen

23. Apr. 2026 5 Min.
Sonnenschutz richtig auftragen: Menge, Lichtschutzfaktor und Nachlegen

Der Lichtschutzfaktor auf der Verpackung wird unter genormten Bedingungen bestimmt: zwei Milligramm Produkt pro Quadratzentimeter Haut. Im Alltag trägt man üblicherweise ein Drittel bis die Hälfte davon auf. Der tatsächliche Schutz sinkt dabei überproportional, weshalb die Auftragsmenge wichtiger ist als die Zahl auf der Tube.

Menge bemessen: zwei Finger für das Gesicht

Eine praktikable Hilfsgröße ist die Zwei-Finger-Regel: Zwei durchgehende Streifen Produkt auf Zeige- und Mittelfinger entsprechen etwa der Menge für Gesicht und Hals. Für den ganzen Körper eines Erwachsenen rechnet man mit rund 30 Millilitern, also etwa sechs Teelöffeln. Aufgetragen wird nicht verrieben bis zum Verschwinden, sondern verteilt und stehen gelassen, damit ein durchgehender Film entsteht.

Filterarten unterscheiden: mineralisch und organisch

Mineralische Filter wie Zinkoxid liegen auf der Haut und streuen Strahlung; sie hinterlassen je nach Partikelgröße einen hellen Schleier. Organische Filter wandeln Strahlung in Wärme um und ziehen unauffälliger ein.

  • Mineralisch: sofort wirksam, sichtbarer Film, meist gut verträglich.
  • Organisch: kosmetisch angenehmer, kurze Einziehzeit einplanen.
  • Kombinationen: verbreitet, oft mit breiterem Spektrum.
  • Angabe UVA im Kreis: Hinweis auf ein Mindestverhältnis zum UVB-Schutz.

Ein hoher Faktor, zu dünn aufgetragen, schützt schlechter als ein mittlerer Faktor in ausreichender Menge.

Nachlegen planen: Wasser, Schweiß und Reibung

Jeder Film wird durch Handtuch, Schweiß und Kleidung abgetragen. Nach dem Baden, nach starkem Schwitzen und spätestens alle zwei Stunden im Freien wird erneut aufgetragen. Über Make-up eignen sich Sprays oder kompakte Formulierungen, die sich auftupfen lassen, ohne die darunter liegende Schicht zu verwischen. Wer sich überwiegend im Innenraum aufhält, braucht diesen Rhythmus nicht; entscheidend ist die Zeit unter freiem Himmel, nicht die Uhrzeit.

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