Die Bezeichnungen auf einem Flakon beschreiben den Anteil der Duftöle im Alkohol. Aus diesem Anteil ergeben sich Intensität, Haltbarkeit und die Art, wie sich ein Duft über den Tag verändert.
Konzentration einordnen: vom Eau de Cologne zum Extrait
Eau de Cologne liegt üblicherweise bei zwei bis fünf Prozent Duftölanteil und ist nach ein bis zwei Stunden verflogen. Eau de Toilette bewegt sich zwischen fünf und fünfzehn Prozent und trägt einen halben Tag. Eau de Parfum liegt darüber und bleibt oft sechs bis acht Stunden wahrnehmbar. Ein Extrait mit zwanzig Prozent und mehr wird sparsam aufgetragen und verändert sich langsamer. Ein höherer Anteil bedeutet nicht automatisch mehr Präsenz im Raum, sondern vor allem mehr Dauer und mehr Tiefe.
Notenaufbau lesen: Kopf, Herz und Basis
Ein klassischer Aufbau folgt der Flüchtigkeit der Bestandteile. Leichte Moleküle verdunsten zuerst, schwere bleiben.
- Kopfnote: Zitrusfrüchte und frische Kräuter, zehn bis dreißig Minuten.
- Herznote: Blüten und Gewürze, zwei bis vier Stunden.
- Basisnote: Hölzer, Harze und Moschus, den Rest des Tages.
- Auf Papier bleibt die Basis am längsten erkennbar.
Ein Duft, der auf dem Teststreifen überzeugt und auf der Haut kippt, wurde in der Herznote beurteilt, nicht in der Basis.
Haltbarkeit erhöhen: Haut, Auftrag und Lagerung
Duft haftet an Feuchtigkeit und Fett. Auf trockener Haut verfliegt er schneller, weshalb eine unparfümierte Körperlotion vor dem Auftragen die Dauer spürbar verlängert. Aufgesprüht wird auf warme Stellen mit Puls, also Handgelenke, Halsseiten und Ellenbeugen, und zwar ohne Verreiben: Reibung zerstört die feinen Kopfnoten. Der Flakon selbst gehört an einen dunklen, kühlen Ort, keinesfalls auf ein Fensterbrett oder in ein Badezimmer mit starken Temperaturwechseln. Licht und Wärme oxidieren die Öle, und ein oxidiertes Parfum riecht in der Kopfnote sauer, lange bevor das Haltbarkeitsdatum erreicht ist.